GEMEINSAM ZU HAUSE

Liebe Eltern,

wir heißen Sie herzlich Willkommen auf unserer neuen Seite

"GEMEINSAM ZU HAUSE".

Diese Seite bietet Ihnen und Ihren Kindern eine Ansammlung von Ideen und Spielen für den derzeitigen, ungewöhnlichen Alltag an. Sollte ihr Kind nicht gern spielen oder die Spielzeuge schnell wechseln oder sie erleben es lustlos oder wild und unruhig, melden Sie sich gern bei uns.

Wir würden uns über Ihre Rückmeldungen zu Ihren Spielerlebnissen oder Fragen freuen unter 

kontakt[at]familienzentrum-potsdam.de

Spiele, deren Quellen wir nicht kennen, sind auch mit dabei.

Gern erwarten wir auch hierzu Ihre Beiträge.

Schauen Sie immer mal wieder herein - wir aktualisieren laufend.

Tauchen Sie nun ein in die Spiele zu zweit oder zu dritt. Die Spiele und deren Anleitungen können Sie dabei nach Lust und Laune verändern und an die kindlichen Entwicklungsprozesse angepasst werden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten viel Spaß beim Ausprobieren.

Ihre Ann-Kathrin Keßner.

Kindliche Ideen - Text von Claudia Wanke

Aktuell sind viele Eltern in der Situation, dass sie Arbeit, Haushalt und Kinder irgendwie unter einen Hut bringen müssen. Dabei stellt man natürlich Ansprüche an sich. Die Arbeit soll nicht leiden, die Wohnung nicht im Chaos versinken und auch unsere Kinder möchten, dass wir ihnen unsere Zeit und Aufmerksamkeit widmen. Das Spiel mit anderen Kindern fehlt und manchmal sind auch die besten Ideen von Mama und Papa einfach nicht das, was hilft. Natürlich macht man sich als Eltern so seine Gedanken und dabei kann man schon mal vergessen, die Welt aus Kinderaugen zu betrachten. Was bedeutet Spielen? Und wie spielt man „richtig“? Kann man „falsch“ spielen? Ich habe mich also ganz bewusst mal einen ganzen Tag lang beim kindlichen Spiel zurückgenommen. Ich wollte keinerlei Vorschläge zum Spielen machen und mich auf alles einlassen, was meine zweieinhalbjährige Tochter anfing. Sie sollte aussuchen, womit sie beginnen möchte und sie nahm das Memory-Spiel. Es war gar nicht so einfach, keine Spielregeln vorzuschreiben oder eigene Ideen einzubringen, was und wie mit den Karten zu spielen sei. Ich habe nichts erklärt und alles mitgespielt, was ihr mit den Karten einfiel. Wir aßen unsere Memory-Eierkuchen, balancierten über die Memory-Straße und sprachen über die Bilder. Sie war immer ganz bei der Sache. So haben wir mehr als einmal die Zeit vergessen und tatsächlich von morgens bis abends mit dem neuen Memoryspiel verbracht. Ihre Ausdauer und Begeisterung faszinierten mich.

Auch jetzt noch – Tage später – nimmt sie die Memory-Karten und sie wandelt das Spiel immer wieder ab. Ich habe den Eindruck, sie genießt es sehr, dass ich mich so dafür interessiere und sie frage: „Und was machen wir jetzt mit den Karten?“

Und jetzt lasse ich Sie teilhaben an den Ideen, die meine Zweieinhalbjährige hat, was man mit einem Memory-Spiel alles tun kann:

- in eine Reihe legen und drüber laufen

- auf einen Haufen legen

- hin und her stapeln

- mit einem Taschentuch alle Karten abwischen

- Bilder angucken und darüber sprechen

- einen Kreis legen

- in der Schachtel schütteln

- in einen Kreis legen und reinsetzen

- unter der Tür durchschieben

- in eine Ritze stecken

- unter ein Regal schieben

- unter dem Kissen verstecken

- in Mamas Schuhe lege

- in einem Topf „kochen“

- als Keks Spielkeks verwenden

- in die Badewanne werfen

- in die Heizung stecken

- in Socken wickeln

- in einen Beutel sortieren

- durchs Zimmer werfen

- unter den Teppich schieben

- Legofiguren draufstellen

- den Kuscheltieren ein paar Karten abgeben

- ein Glas draufstellen

- an die Wand lehnen in einer Reihe

- in ein Buch reinlegen und verstecken

- Steinchen drauflegen